Rallyes

Rallyes (Sportwettbewerbe für Automobile), die ganz oder teilweise auf öffentlicher Straße stattfinden, sind gesetzlich verboten, es sei denn, der Bürgermeister hat vorab eine schriftliche Erlaubnis erteilt.
Rallye Condroz -(c)Belga

Die Rallyekommission gibt den Bürgermeistern eine Stellungnahme über die Sicherheitsaspekte des Wettbewerbs ab.

Seit 2003 werden alle Rallyes von der Rallyekommission behandelt, deren Vorsitz und Sekretariatsgeschäfte das Krisenzentrum übernommen hat. Die Sicherheit von Automobilsportwettbewerben wird in Zusammenarbeit mit den Gouverneuren analysiert.

Was tut die Rallyekommission?

Die Rallyekommission hat folgende Aufgaben:

  • Abgabe von Stellungnahmen für den Minister des Innern und den mit der Verkehrssicherheit beauftragten Minister bezüglich der Anwendung der geltenden Regelung in Sachen Veranstaltung von Automobilsportwettbewerben,
  • Abgabe von Stellungnahmen bezüglich des Aus- und Fortbildungsprogramms für Sicherheitschefs, Streckenkommissare und Ordner,
  • Durchführung von Inspektionen vor Ort, während und vor dem Wettbewerb oder Wettkampf. Diese Inspektionen werden von den Bezirkskommissaren für ihren jeweiligen Amtsbereich vorgenommen.

Neben der Überprüfung der Sicherheitspläne für Automobilsportwettbewerbe ist die Rallyekommission bemüht, stets ein offenes Ohr für Veranstalter, Verbände, Behörden und Hilfsdienste zu haben und ihnen ein Partner in der Verbesserung des allgemeinen Sicherheitsniveaus zu sein.

Wer sitzt in der Rallyekommission?

Die Rallyekommission, deren Vorsitz und Sekretariatsgeschäfte die Generaldirektion Krisenzentrum übernimmt, setzt sich zusammen aus je einem Vertreter:

  • des Föderalen Öffentlichen Dienstes Inneres,
  • des Föderalen Öffentlichen Dienstes Mobilität und Transportwesen,
  • des Städte- und Gemeindeverbandes Belgiens,
  • der föderalen Polizei,
  • des Ständigen Ausschusses für die lokale Polizei,
  • des Belgischen Instituts für Verkehrssicherheit,
  • der nationalen Sportinstanz (mit beratender Stimme),
  • des Sportbunds (mit beratender Stimme),
  • jeder Region.

Die Kommission wird erweitert durch:

  • den betreffenden Gouverneur bzw. Bezirkskommissar,
  • einen Vertreter der lokalen Polizeidienste,
  • den Veranstalter des Ereignisses.

In der Rallyekommission sitzt also quasi jeder, der in die Sicherheit des Ereignisses involviert ist. Sie ist eine Mischung von Personen, die auf ihrem Gebiet spezialisiert sind und einen wertvollen Beitrag zu der Sicherheit der Zuschauer leisten.

Rechtsrahmen

Die Rallyekommission ist 1997 geschaffen worden (Königlicher Erlass vom 28. November 1997). Es ging vor allem um die Prüfung der Sicherheitsmaßnahmen für Geschwindigkeitswettbewerbe in geschlossenen Ortschaften bzw. der auf der gesamten Strecke zu beachtenden Sicherheitsmaßnahmen, wenn Wettbewerbe zwischen 23.00 und 7.00 Uhr stattfinden.

Der Minister des Innern und der Minister der Mobilität und des Transportwesens haben das Rundschreiben vom 1. April 2006 über die Sicherheit bei Automobilsportwettbewerben, die auf öffentlichen Straßen ausgetragen werden, veröffentlicht. Hiermit konkretisieren sie die bestehende Regelung zur Erhöhung der Sicherheit der Zuschauer und der Anwohner im Hinblick auf die mit diesem Sport einhergehenden Risiken.

Im Großen und Ganzen geht es um Folgendes:

  • verstärkte Sensibilisierung der Öffentlichkeit, sowohl der Anwohner als auch der Zuschauer, für die mit Rallyes einhergehenden Gefahren,
  • Notwendigkeit, für die Dauer des Wettbewerbs auf der gesamten Strecke ein gleich hohes Sicherheitsniveau aufrechtzuerhalten,
  • effiziente Leitung der Zuschauerbewegungen zwischen den Wertungsprüfungen,
  • Möglichkeiten des Veranstalters, die Maßnahmen des Sicherheitsplans den Gegebenheiten vor Ort anzupassen,
  • Validierung der strikten Anwendung des Sicherheitsplans vor Ort,

Verbesserung der Qualität der Überwachung von Wettbewerben durch Ordner, Streckenkommissare und Sicherheitschefs.