Beibehaltung der Wachsamkeit gegen Terrorismus

Krisismanagement
Am 22. März 2016 sind in Belgien zwei Anschläge verübt worden: im nationalen Flughafen Brussels Airport und in der Metrostation Maalbeek. 32 Todesopfer sind zu beklagen, außer-dem dutzende Verwundete, von denen einige immer noch im Krankenhaus liegen. Einen Monat später bleiben die Terrorwarnstufe 3 und die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen im gesamten Land anwendbar.
beeld: @chantmonet

Bedrohung in Belgien

Vier Wochen nach diesen dramatischen Ereignissen behält das KOBA die Terrorwarnstufe 3 für das ganze Land bei. Die Bedrohung wird nach wie vor als ernst, möglich und wahrschein­lich angesehen. Das KOBA und seine Partner verfolgen die Lage und prüfen ständig die eingehenden Informationen.

 

  

Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen

Angesichts dieser Lage haben im Krisenzentrum regelmäßig Koordinierungsversammlungen mit allen in die nationale Krisenbewältigung einbezogenen Behörden und Diensten stattgefunden. In den vergangenen vier Wochen bestand die Rolle des Krisenzentrums darin, die Koordination zwischen all diesen Akteuren sicherzustellen. Momentan ist nach wie vor die föderale Phase in Kraft: Das Krisenzentrum wird also weiter seine diesbezügliche Rolle wahrnehmen.

 

Nach einer letzten Analyse der Lage am Freitag, den 15. April 2016 und einer Konzertierung zwischen den betroffenen Akteuren der Sicherheit bleiben die verstärkten Sicherheits­maßnahmen im gesamten Land anwendbar. Konkret:

 

Strategische Orte sind Gegenstand verstärkter Maßnahmen:

  • der nationale Flughafen und die regionalen Flughäfen
  • die 11 großen Bahnhöfe des Landes
  • die öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere die Brüsseler Metro
  • die Kernkraftanlagen und die radiologischen Anlagen
  • ...

 

Stark frequentierte Orte können auf der Grundlage der von der lokalen Polizei durchgeführten operativen Risikoanalyse ebenfalls in den Genuss besonderer Schutzmaßnahmen kommen:

  • Einkaufszentren
  • Kinos
  • ...

 

Ohne auf Einzelheiten einzugehen, was aus Gründen der Sicherheit selbstverständlich ist, kann gesagt werden, dass die Palette der bereits getroffenen Sicherheitsmaßnahmen sehr breit ist:

  • ortsfeste Wachen oder Patrouillen der Polizei, gegebenenfalls unterstützt von der Armee und vom Zoll
  • Anbringung von Betonsteinen vor bestimmten Orten
  • enge Zusammenarbeit mit privaten Sicherheitsdiensten
  • ...

 

Das Krisenzentrum und seine Partner werden weiterhin die Entwicklung der Lage verfolgen, um die Sicherheitsvorkehrungen anzupassen und gegebenenfalls neue Sicherheitsmaßnah­men mitzuteilen.

  

 

Ständige Information der Bevölkerung, der Opfer und der Angehörigen

Damit jeder, insbesondere Opfer und Angehörige, bei der Verfolgung dieser dramatischen Ereignisse geleitet wird, ist dank der Zusammenarbeit der betroffenen Partner eine neue Website zur Verfügung gestellt worden: /de/attentate-2203.

 

Diese Website umfasst verschiedene nützliche Informationen über:

  • die nach solch tragischen Ereignissen angebotene Hilfe und Unterstützung für die Bevölkerung, aber auch für die Opfer und Angehörigen sowie für die Mitglieder der Einsatz- und Rettungsdienste,
  • den bestehenden rechtlichen Beistand und die finanzielle Unterstützung für Opfer und Angehörige,
  • konkrete Informationen hinsichtlich sowohl der Volksgesundheit und der sozialen Sicherheit als auch der Versicherungen und möglichen Entschädigungen.

Diese Website wird ständig weiterentwickelt und hat zum Ziel, dass jeder nützliche Informationen findet bzw. an eine Behörde oder an den zuständigen Dienst weitergeleitet wird.

  

In einem breiteren Rahmen der Politik der Risikoprävention hat das Krisenzentrum im November 2014 eine Website gestartet, die spezifisch der vorbeugenden Information über alle Risiken gewidmet ist: http://www.risico-info.be.

 

In diesem Rahmen sind angesichts des besonderen Risikos einer Terrorbedrohung oder eines Terroranschlags eine spezifische Website und Infografiken ausgearbeitet worden, in Zusammenarbeit mit verschiedenen betroffenen Partnern. Die Ratschläge für die Bürger werden über diese Website online bereitgestellt.

 

Im Rahmen einer Aufklärung über Risiken im Allgemeinen, über Eigenverantwortung und über Solidarität insbesondere in Notsituationen besteht das Ziel darin, mittels dieser Website Empfehlungen darüber abzugeben, wie man sich angesichts der Terrorwarnstufe und der weiterhin in unserem Land anwendbaren Sicherheitsmaßnahmen angemessen verhält.